Samstag, 30. August

Veröffentlichung von ox vom 12.05.2007 in der Rubrik Erotik. Letzte Änderung am 14.05.2007.

 

Hello Kitty?

Samstags trage ich Strapse, sonntags meistens einen roten durchsichtigen String, der nur das nötigste bedeckt, wie Marion meint.
Warum um alles in der Welt, bin ich nur so Gott verdammt sexy? Meine Brustwarzen, selbst beim Licht des Frauenarztes, zart rosa glänzend, richten sich im optimalen Winkel Richtung Himmel. Die Haut meines pulsierenden Körpers scheint leicht gebräunt und ist selbst an meinem stramm trainierten Hintern, dank Öl und Creme, glatt wie gesundes Zahnfleisch.
Mein Venushügel immer frisch zu einem, wie Markus meinte, senkrechtem Schnauzer rasiert, führt weiter abwärts zu meinen identisch schönen Schamlippen. Die sich, sobald ich meine Beine auseinander spreize, zu einem verheißungsvollem Kussmund öffnen, dem keiner widersteht.

Augen tief blau, im Untergrund schimmernd wie eine einsame Lagune, richteten sich an diesem Abend gezielt auf jeden Mann mit großem Geschmeide.
Woran ich das erkennen kann, fragen Sie sich? Also, ein Mann mit großem Penis trägt generell keine Schlabberhosen, sondern hauteng, damit das beste Stück, besonders beim Tanzen, auch ins rechte Licht gelenkt wird. Aber Männer mit Leggins oder Radlerhosen sind selbst mit einem Feuerwehrschlauch nicht sehenswerter, als der Bauchspeck von Ottfried Fischer.
Mein Ausschnitt, der nur mit Mühe die Vorhöfe meiner Brüstwarzen verdeckte, zog im ständig wechselnden Licht der Diskothek schon einige Blicke auf sich, so dass ich mir keine Gedanken machte, heute Abend ungefickt ins Bett zu gehen.
Der erste Typ der nach kurzem Blick auf meinen Apfelarsch und Körbchengröße C, wie gesagt, fast schon obszön schönen Busen, auch meine Augen fand, hatte nach meiner Einschätzung im erigierten Zustand eine Penislänge von vielleicht 200mm. Was nach meinem Bedarf gerade ausreichend ist.
Auch blieb das sofort eintretende Feuchtwerden meiner Vagina aus. Schade, dabei schien er eigentlich ganz nett zu sein und Penislänge 200 kann auch nicht jeder von sich behaupten.

Er führt seinen schon ganz glänzenden Ring- und Mittelfinger nochmals knöcheltief in meine heiß schimmernde Scheide ein, gleichzeitig leckt er meine steife, pulsierende Klitoris und entlockt mir ein so heftiges Schluchzen, dass ich glaube meine Eltern im Nebenzimmer geweckt zu haben.
Seine Lende knallt an meinem wunderschönen Hintern und fast hab ich das Gefühl, dass seine gefühlten 300mm mein Fassungsvermögen sprengen.
Nach einem Aufschrei meinerseits, entlädt er seine volle Ladung warm prickelnd in meine tief geöffnete Scheidenhöhle.

Am Morgen, meine Zunge schmeckt immer noch das Gefühl von Penis in Vagina, liege ich allein, nicht einmal seinen Namen weiß ich, immer noch im Bett.
Ein lauwarmer Schauer läuft aus meinem schluchzenden Geschlecht. Wenigstens etwas hat er mir da gelassen.

 
Ihre Meinung ist gespeichert. Vielen Dank.
 

Kommentare zum Text "Hello Kitty?":

la
schreibt am
12.05.2007 (09:47 Uhr)
Schluchz!

So einsam kann Sex sein.
So sehr kann man/frau sich hinter und im Körper verstecken.
Ein trauriger Text. Gut gemacht erzeugt er ( zumindest in mir ), wegen der akribischen Beschreibungen, keinerlei erotische Wirkung. Nur Mitgefühl und ein besorgtes "Hello Kitty?" so als stubse man dabei jemanden an, von dem man nicht weiß ob er schläft oder tot ist...

Gerne gelesen.


 
dk
schreibt am
12.05.2007 (10:19 Uhr)

mitgefühl empfinde ich nicht. der abend war auf nichts, außer dem, was es (das lit. ich) bekam, ausgerichtet. wenn man reduziert, wird man reduziert, es ist ein geben und nehmen, aktion, reaktion. absurd dann morgens mit ich weiß seinen namen nicht, er hat mir nichts dagelassen...sich im eigenen mitleid zu suhlen. erotik empfinde ich nicht. aber der text ist in sich perfekt. unentdeckter trugschluss über trugschluss ist er dann auch in die richtige kategorie eingeordnet. der titel wirft fragen und etliche vermutungen in mir auf. warum du dich zu diesem entschieden hast, ox, würde mich sehr interessieren. ich glaube nicht an die anstubs-version. ebenfalls gern gelesen und gespannt auf antwort.
lieber gruß an la.


 
la
schreibt am
12.05.2007 (10:36 Uhr)

Da geb ich Dir Recht, liebe dk!
You always get what you give!! Insofern: Selbst schuld.
Aber nur, wenn es bewußt so gewählt ist.
Das schluchzende Geschlecht zum Schluß und der Titel, der nach dem Namen der "Ficksüchtigen" fragt... nach der Person dahinter... erzeugt in mir dann aber Mitgefühl für eine, die´s nicht besser weiß...
Naja, ich bin gespannt, was Du, liebe Ox dazu sagst.
Ich interpretier halt liebend gern.

So, jetzt müssen wir einkaufen. Heute abend steigt hier eine Grand-Prix-Party;)


 
dk
schreibt am
12.05.2007 (11:15 Uhr)

eine die es nicht besser weiß... ist eine die sich vielleicht keine fragen stellt. immer noch kein mitgefühl.
sie scheint sich nach etwas anderem zu sehnen und betrügt sich selbst. am ende ist dieser begehrtwerden-trost, der sichere, immer näher als die erfüllung des traumes in ihr. mit schönen geschenken soll man nicht so leichtfertig umgehen ;)
viel spaß beim feiern; ich geh jetzt arbeiten. bäh.


 
ox
schreibt am
12.05.2007 (11:42 Uhr)

Hallo Dk und La

Danke das ihr so wunderbar über diesen Text philosophiert, denn genau das ist auch mein Anliegen warum ich meine getippten Worte hier in dieses Forum stelle.
Wichtig ist mir eure Interpretation und Fantasie, da ich selbst nur meine eigene Sicht und Gedankenwelt habe, bin ich sehr dankbar über jede neue Anregung. Auch wenn diese oder vielleicht gerade deswegen; nicht meiner Ansicht entspricht.
Darum werde ich mich auch hüten, euch meine Sicht der Dinge zu schildern, denn wichtig ist nur die Eure.


 
dk
schreibt am
12.05.2007 (12:02 Uhr)

ok, dann: die kleine kitty. so süß, wie sie auch ist, so wandelbar ist sie. verkleidet sich immer wieder neu, spielt die verschiedensten rollen und wird nur in diesen geliebt; ihre idee, die illusion, das spiel. manche lieben sie nur als hexe, andere als baby andere widerum als mutter etc. wer kitty wirklich ist? wer weiß. was die idee hinter kitty ist, wer weiß es? kitty, so wie sie ist vermarktet sich gut und niemanden interessiert wer oder was kitty ist. und irgendwie ist kitty selbst schuld. sicher hat sie ihre einsamkeit forciert; hört aber nicht mehr auf. hello kitty? mag ich nehmen als: hello kitty, jemand zu hause? oder hello kitty; willst du so sein? so eine art wachrüttelndes hello kitty. das ist eine meiner sichtweisen zum titel; aber es gibt mehrere - das hier ist meine favorisierte :)


 
la
schreibt am
12.05.2007 (12:46 Uhr)
meine Version:

Hallo ox!! Deine Version von Kitty würde mich aber auch sehr interessieren.

Meine ist die: Kitty ist der Lebenshunger pur. Sie weiß nur noch nicht, wie man genau den stillen kann. Geliebt werden? Begehrt werden? Vernascht werden? Andere verführen?
Sie ist narzissitisch und oberflächlich. Aber sie ahnt, dass noch was kommt...kommen muß...Aber so zu sein ist ein Recht der Jugend...Nur so kommt man weiter...Leben halt...Aber da das auch mal wehtut, empfinde ich Mitgefühl.


 
ja
schreibt am
12.05.2007 (15:07 Uhr)

Anne Frank richtete ihre Tagebucheinträge zum größten Teil an Kitty. Kitty war eine Figur einer holländischen Kinderromanreihe, glaube ich. Meine Assoziation zum Titel.
Ich nehme Suchen wahr in dem Text, irgendwo zwischen Fantasieren und Sehnsucht. Weiß nicht, ob ichs einsam finde. Eher entfremdet. Man könnte sagen, nicht erwachsen.
Ich glaube, es gibt eine Menge Menschen, die tatsächlich in dieser Art von Oberflächlichkeit aufgehen, ohne dass ihnen zunächst etwas fehlt. Ihresgleichen zu finden dürfte ihnen nicht allzu schwer fallen. Die Grenzen sind dann irgendwann erreicht. Sowas ist hier beschrieben, finde ich. Kurz vor dem Erkennen der Einsamkeit. Konsequenzen lassen sich aber durchaus noch aufschieben. Das nächste Wochenende wartet.
Ich habe das Gefühl, dass deine Text immer besser werden, ox. Sind sie in der Reihenfolge hier reingesetzt, in der sie entstanden?


 
ox
schreibt am
13.05.2007 (13:24 Uhr)

Ich sende meine Texte immer sofort nach ihrem Entstehen, entweder zu Papyros oder in den Papierkorb. Also alles der Reihe nach und immer schon hinten anstellen, damit sich alles kettengleich ineinander fügt, denn ihr wißt was ich mein und Hauptsache ich reim, denn meine Muschi ist ganz klein und rein und fein und wie der Wiederschein gleich einem Schrein passt mit Sicherheit dein Kochen rein.
Bis bald die Oxilein


 
dk
schreibt am
13.05.2007 (13:29 Uhr)

was ich mich frage: du bist doch ein kerl, oder?


 
dk
schreibt am
13.05.2007 (13:30 Uhr)

nich, dass es nicht egal wäre...aber ich glaube, du bist ein kerl liebe oxilein.


 
la
schreibt am
13.05.2007 (13:41 Uhr)

...und ich glaube langsam...ox ist nicht so jung wie ich annehme...
Aber egal...bringt meine Phantasie zum Laufen...


 
ox
schreibt am
13.05.2007 (21:30 Uhr)

Es ist immer wieder fazinierend bzw. echt toll, welch Verwirrung Frau mit ein paar geschriebenen Sätzen auslöst.


 
dk
schreibt am
13.05.2007 (21:33 Uhr)

nimms als kompliment.


 

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