Samstag, 30. August

Veröffentlichung von dp vom 28.09.2003 in der Rubrik Verzweiflung.

 

So war es oft

so war es oft, so ist es immer.
wir steigen auf, wir fallen runter.
wir stehen auf und gehen rauf

immer höher immer tiefer.

gefühle können so warm sein.
sie können uns so viel kraft geben.
durchflutet von liebe und wärme.
anerkennung, hoffnung, vertrauen

doch sind diese gedanken schon alt,
die liebe ist zu einem fernen punkt am horizont geschrumpft.

der wind hat meine lippen rau und spröde gemacht,
und die gedanken an vergangene zeiten brauen sich jetzt schon wieder zusammen.

ein dunkler sturm am horizont
verdeckt sogar den letzten punkt am horizont.

es ist so dunkel.
ich seh die hand vor augen nicht.

es ist so dunkel.
es macht jetzt auch keinen sinn mehr
die augen offen zu halten.

 
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Horizont   Dunkel   Gedanken   Koennen   Immer   Augen  
 

Kommentare zum Text "So war es oft":

f1
schreibt am
28.09.2003 (19:47 Uhr)

umwerfend! ich kann es nicht glauben! es drückt genau die gefühle aus die ich vor 5 min. hatte als ich das gedicht noch nicht kannte!!!


 
n°
schreibt am
28.09.2003 (20:17 Uhr)

...ach verdammte kacke


 
lukychrissy
schreibt am
28.09.2003 (20:54 Uhr)

wer zum teufel ist dieser dp??? er sit grandios.und f1:ich schließe mich dir an nur hate cih diese gedanken in der u-bahn........dp:du bist ein gott


 
dp
schreibt am
29.09.2003 (07:00 Uhr)

oh! vielen dank euch allen :)


 
LK
schreibt am
23.12.2006 (12:49 Uhr)
LK Deutsch

der Leistungskurs hat mich geprägt.

drum werd ich deine gedanken etwas zerpflücken.

mir gefällt die stimmung, es wirkt ein wenig wie der gdanke eines seefahrers oder wanderers, der den fernen horizont seiner erinnerungen absucht, wie du es ja auch schreibst.

die absätze, also die einteilung der strophen sind auch sehr klar. du machst jedesmal einen schrit zu einem neuen gedanken der aus dem vorangegaangenen resultiert.
einiges wirkt jedoch etwas willkürlich. in der ersten strophe arbeitest du mit gegensätzen und steigerungen, im letzten vers aber lässt du das fallen. "wir stehen auf und gehen rauf" die bewegung wirkt etwas einseitig. andererseits ist es einleitend für die nächste strophe, aber das kommt nicht klar rüber, deswegen etwas willkürlich. vielleicht hättest du in der ersten strophe eine kurze zusammenfassung der intention geben können, mit "wir gehen drauf".

der horizont als metapher für das zurückschauen auf die verganenheit ist eine sehr gute stimmung und kommt auch eindeutig rüber. die doppelung an den versenden finde ich aber zu viel. wenn es sich nur um einen ort handelt, braucht er nicht zweimal nacheinander bezeichnet werden.

und eine frage bleibt: warum hast du "zusammen" als neuen vers begonnen?

ich hoffe, du fühlst dich nicht persönlich angegriffen, denn sowas kann bei kritik oft passiren, selbst wenn es nicht gewollt ist. ich denke, dass formgebung und grundegedanke eng miteinander verbunden sind. man sich beim schreiben eines textes immer fragen sollte, warum schreibt man ausgerechnet in der form. außerdem kann man ja hier schlöießlich auch den autor selbst fragen und muss nicht wie bei den toten dichtern daran rumdeuteln und alles für bewusste absicht hinnehmen.


gruß, Luc


 
su
schreibt am
31.12.2006 (11:14 Uhr)

mach sie auf! mach die augen auf! du willst doch nicht verpassen, dass es sich lichtet, oder?!

@ LK: ich habe vor 7 jahren mein studium der literaturwissenschaften abgebrochen & ich weiß wieder warum! ;)


 

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