Samstag, 30. August

Veröffentlichung von YX vom 08.10.2008 in der Rubrik Gesellschaft.

 

"Sie nehmen hier keine Rücksicht auf uns"

Anstelle einer Großen Ziege
hatte dieser schwarze Kristall
nur einen rostigen Nagel
in der Enge seiner Engstirn
und vom Hohlhohn bloß erhellt
gepachtet.
Eine Quelle der lügenden Liebe
trieb harsche Schatten durch das All
wie einen ungesunden Hagel
hinein in Geränge vom Langzeithirn
und vom Argwohn an der Welt
verachtet.
Wem stellte der Krieg sein Bein mit List
und welchen Zwiespalt zog sich heran
der Weitwurf zum Fliehwinkel hin
und war letztlich dann bis in das Gemüt zur Wehr
besetzt?
Was gellte vom Lied in den Reim allzu trist
und bot jedem kalt seine Rede hier an
vom Durste des Dünkels nach Sinn
und war dann schrecklich doch trüb vom Verzehr
verletzt?

 
Hat Ihnen dieser Titel gefallen? Ja oder Nein
Sinn  Verletzung Würde Blut   Sonne  Zorn
 

Kommentare zum Text ""Sie nehmen hier keine Rücksicht auf uns"":

..
schreibt am
09.05.2009 (23:26 Uhr)

na so beginnt ein abend doch harmonisch..
nach langer zeit ma wieder reingeschaut, und hocherfreut, noch beinah die gleichen alten gesichter vorzufinden. lyrisch genial, inhaltlich sag ich was dazu, sobald dies rauschen meinen schädel verläßt..


 
YX
schreibt am
10.05.2009 (01:34 Uhr)

na dann bin ich ja mal gespannt, was du inhaltlich so zu verlauten lassen hast, wenn dies rauschen sich verflohen hat in den gefilden der westlichen hemisphären =)


 
YX
schreibt am
13.05.2009 (19:59 Uhr)
haha

war wohl doch nur so ne halbe intention im suff, olé! =p


 
..
schreibt am
21.06.2009 (12:26 Uhr)

ney, die intention war ernst, und das rauschen in meinem schädel kam, wenn ich mich recht erinner, eher von den anderen texten, an welchen ich noch ein wenig exegese zu betreiben hatte.
nach neuerlichem lesen, muss ich feststellen, dass ich noch immer an genau dem selben punkt stehe: finde den text lyrisch betrachtet großartig, aber inhaltlich krieg ich nur die selben vagen vermutungen hin, über was du hier schreibst. die ersten zwei strophen muten immer noch wie eine gottes-kritik an, aber klar greifen kann ich hier nichts.
ich weiß nicht, ob ich mich selbst dünkelhaften durstes nach sinn schuldig mache, aber mein streben und glauben an sinn in diesem text ist groß und ich halte diesen text für hochgradig interpretationsfähig. wirklich sinnvolles sagen kann ich aber nicht dazu und würde mich freuen, wenn du mir auf die sprünge hilfst (hier müßte eigentlich konjunktiv stehen..) wo ist eigentlich ja, wenn man ihn braucht..


 
..
schreibt am
21.06.2009 (12:44 Uhr)

guuuut, habe mich nun also durch ein konvolut von texten geschlagen, und mir scheinen sich da doch irgendwie querverbindungen aufzutun (hoho). auf den text von boris bezogen, der wohl eine antwort auf deinen text darstellt, formt sich in meinem ermatteten schädel langsam so etwas wie ein bild. als lyrisches streitgespräch find ich das ganze ziemlich cool (auch wenn ich es immer noch nich vollends raff..) hm, leider kommt das mit dem datum nicht hin. ade du schöne these..


 
la
schreibt am
21.06.2009 (13:12 Uhr)
mir geht das ähnlich...

hinrsuppes Texte hauen mich regelmäßig um...so rhythmisch, lyrisch, vollbebildert und phantasiereich schreibt hier keine(r).
Der Sinn geht mir jedesmal wieder flöten, wenn ich meine, einen Faden gefunden zu haben. Aber ich finde immer, ihre Texte gehören gesungen, proklamiert, gerappt...und mit dem Bauch gehört...auf jeden Fall mit anderen Augen gesehen...
glaube,sie schreibt nicht, sie malt ihre Gedichte!


 
YX
schreibt am
27.06.2009 (10:46 Uhr)
well...

...manchmal schreibe ich aber auch Bilder auf nackte Leinwand, bevor ich eins meiner Gedichte malen kann...


 

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