Samstag, 30. August

Veröffentlichung von SP vom 12.06.2006 in der Rubrik Gesellschaft.

 

Windrose

Auch wenn man noch aufspielt zu Tänzen
Und du willst feiern so sehr
Oben wird längst schon gesprochen
Und dich braucht man bald schon nicht mehr
Auch wenn die Schwerter noch glänzen
Und du willst hoffen so sehr
Die Welle hat sich schon gebrochen
Und rollt zurück in das Meer

Der Wind ist gesät, die Ernte wird gut
Ein Mann geht um und er bringt sie ein
Der Sturm ist erblüht, Windrose wie Blut
Jetzt ist er hier und er kommt nicht allein

Wir öffnen bei Tag nicht die Türen, auch wenn wir zu Hause sind
Bei Nacht brennen die Lichter, in allen Gärten wächst Wind
Der Sturm blüht wie von Sinnen, vergiss mein nicht wenn er weht
Windrose so rot, Windrose so rot, alle haben gesät

Auch wenn man noch aufspielt zu Tänzen
Und du willst feiern so sehr
Oben wird längst schon gesprochen
Und dich braucht man bald schon nicht mehr
Auch wenn die Schwerter noch glänzen
Und du willst hoffen so sehr
Die Welle hat sich schon gebrochen
Und rollt zurück in das Meer

 
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Windrose Schwerter Glaenzen Hoffen   Gebrochen  Aufspielt
 

Kommentare zum Text "Windrose":

krissi
schreibt am
13.06.2006 (14:07 Uhr)

sehr angenehmer fluß, ich würd nur gern wissen ob du einen bestimmten moment bschreibst oder ein gefühl, ansonsten find ich es ganz gut, deine art zu schreiben gefällt mir.
hoffe noch mehr von dir lesen zu können...


 
rb
schreibt am
13.06.2006 (15:41 Uhr)

da steht ja am shluss noch ma der anfang
da steht ja am shluss noch ma der anfang


 
SP
schreibt am
13.06.2006 (15:51 Uhr)
Re: Krissi

Danke für deinen Kommentar.
Dieses Gedicht wollte ich schon länger schreiben, als ich es dann tat war es sehr spontan. Ich habe dabei an die Zukunft im allgemeinen gedacht, als es fertig war, war ich selbat überrascht wie gut es auf konkrete Ereignisse in der Vergangenheit passt. die Wiederholung war Absicht.
Das Gefühl das ich damit verbinde könnte man als "Zeitenwende" beschreiben. Also wenn der Keim des Verfalls bereits deutlich zu sehen und unumkehrbar ist, aber noch einige Augenblicke bleiben in denen alles wie früher ist.


 
dp
schreibt am
15.06.2006 (10:59 Uhr)

danke!

wirklich ein tolles gedicht. nur ob es am ende nochmal die gleiche stophe sein muss, ist fragwürdig.
vielleicht könnte man eine kleinigkeit ändern, welche die umstände noch genauer hervorhebt.
was mich dabei interessieren würde, hast du die stophe kopiert und eingefügt oder nochmal geschrieben? (ist wirklich nur reines interesse, mit einem kleinen schmunzeln)


 
Sp
schreibt am
15.06.2006 (13:43 Uhr)
Re: dp

Hallo
Das mit der Wiederholung war gewollte. Ich wollte so eine art Refrain, oder zumindest einen Abschnitt drin haben in dem sich eine Rythmus/Reimstruktur wiederholt. Ursprünglich standen die ersten vier Zeilen des ersten Verse am Anfang, die letzten vier am ende des Gedichtes. Der Übergang zm MIttelteil kam mir dann zu plötzlich, weshalb ich diese acht Zeilen dann in einem Vers am Anfang gebracht habe. Zusammen wirken sie besser und in sich geschlossen, jedoch wollte ich auch meine Idee mit der Wiederholung nicht aufgeben, weshalb das GEdicht dann so wurde wie es jetzt ist. Sicherlich kann man sich die Frage Stellen ob seine komplett wiederholung nicht langweilt, aber wie gesagt, es war ein KOmpromiß und das letzte wort ist noch nicht gesprochen.
Danke für dein Lob. Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und finde die Idee das ganze mit einem jungen Verlag zu verbinden wirklich einmalig. Zumindest fällt mir da nicht viel Vergleichbares ein. Eine Frage habe ich noch: Was ist der "Spirit of Papyros", irgendwie funktioniert der Link dorthin nicht.
VG
SP


 

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