Samstag, 30. August

Veröffentlichung von nk vom 14.02.2007 in der Rubrik Leben. Letzte Änderung am 18.02.2007.

 

wie die Kinder

möcht ich sein

unbeschwert

wie die Kinder

möcht ich lachen

möchte spielen

möchte hören wie sie rufen

wenn sie sehn

was ich sehe

schaun sie leer

und ausdruckslos

wie ich

sind sie geworden

ihr Lachen ist verblasst

ihre Stimmen

sind verstummt

ohne Glauben

seh ich nur

wie sie daliegen

im Sand

ganz allein

 

wie die Kinder wollt ich sein

doch was wurde

ist ein Stein.

 

 

 

 

 

 
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Kommentare zum Text "Wie die Kinder":

ja
schreibt am
16.02.2007 (08:01 Uhr)

Ich mag den Gedanken.
"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder..." heißt es im Neuen Testament.
Simon und Garfunkel singen: "I am a rock; I am an island"
Bei Bob Seeger, der viel über verlorene Unschuld singt, vielzititiert: "Ich wünschte, ich wüsste heute nicht, was ich damals nicht wusste." (Against the Wind)
Vielleicht auch hier wieder: "Ohne Hoffnung" weglassen. Das ist Overkill. An der Stelle macht der Ballon dieses pfurzende Geräusch, fliegt kurz und fällt dann drucklos zu Boden.
Ohne würde der Text mir gut gefallen, stelle ich gerade fest. Und wenn man sich dann noch eines "nur" entledigte, dann wäre das auch der beste (bin gerade dein vier ersten durch; interessant).
Herzlich willkommen, übrigens.
Manfred


 
nk
schreibt am
16.02.2007 (15:24 Uhr)

Ein "nur" musste weg, das stimmt. Doch bei "ohne Hoffnung" muss ich dir wiedersprechen. Ich weiß, dass sich in meinem Schreiben, zu oft ein kläglicher Pathos einschleicht. Doch hier unterstreicht "ohne Hoffnung" die Endgültigkeit, nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft betreffend. Ohne Hoffnung gibt es kein Leben, keine Aussicht auf Glück und nach Kant hat auch der Mensch ohne Hoffnung kein Recht auf Würde.

Danke auf jeden Fall für die Bemerkung, denn erst dadurch ist mir die Bedeutung der Hoffnung in diesem Gedicht klar geworden (war sehr nah daran "Glauben" einzusetzten).
Karolina


 
ja
schreibt am
16.02.2007 (15:33 Uhr)
nachgebohrt

"Glauben" wäre sogar besser, auch an der Stelle, da sein Fehlen nicht schon vorher deutlich geschildert ist. Ist auch kein ganz so heftiges Schlagwort, und verleiht dem Text eine Position. Warum hast du das nicht gewählt?


 
nk
schreibt am
18.02.2007 (13:04 Uhr)
nachgedacht

Ich wollte den Text nicht so eindeutig positionieren, aber ich finde, dass er stärker wirkt, wenn man Hoffnung mit Glauben ersetzt. Du hast recht, die Hoffnungslosigkeit machen die Zeilen davor deutlich und was wäre besser geeignet die Öde der Seele zu beschrieben als ein Verlust des Glaubens.


 

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