Samstag, 30. August

Veröffentlichung von n° vom 13.01.2006 in der Rubrik Leben.

 

Wie ein Schaf

Ich vertraute auf die Zukunft,
die mir wie ein Schaf zu sein erschien.

Ich dachte mir, Schafe sind unschuldig, fromm und brav,
bis ich eins von diesen Schafen traf.

Ich dachte, trotz des bösen Blicks,
Schafe tun doch nix.

Ich wollte nett zu dem Schaf sein und es streicheln, füttern, lieben,
Doch es war vom Ernst getrieben.

Es biss mir in den Arm, und das tat weh.
Damit hatte ich nicht gerechnet,
ein Schaf, so weiß wie Schnee.

Betrachtet man die Zukunft als Schaf, so ist sie Wolf.
Betrachtet man die Zukunft als Wolf, so ist man wenigstens vorbereitet.

 
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Schaf Zukunft   Dachte   Schafe  Betrachtet Schnee  
 

Kommentare zum Text "Wie ein Schaf":

N°
schreibt am
13.01.2006 (01:38 Uhr)
Ups

Hm, ich glaube ich war nich so ganz auf das Ende des Textes vorbereitet.


 
dp
schreibt am
13.01.2006 (16:18 Uhr)
ha!

ich finde das ende ist das beste. klingt richtig intelligent und bereit fürs zitate-buch.

sehr schön


 
ßi
schreibt am
14.01.2006 (15:38 Uhr)

gefällt auch mir.
besonders die entwicklung.

die vorletzte strophe lässt sich ja wirklich in tausend richtungen interpretieren...

und sind es nicht die schafe, die sich ohne widerstand und schreie zur schlachtbank führen lassen?(oder sind das die schweine, ich bin da grad total durcheinander?)


 
n°
schreibt am
14.01.2006 (16:15 Uhr)
kritik

Ja, die Aussage am Schluss ist schon so, wie ich sie wollte, aber wenn man sich das ganze bewusst durchliest zerstört es am Ende dieses verschrobene Reimschema...


 
su
schreibt am
28.12.2006 (23:12 Uhr)

soooo geil! ich lach tränen!


 

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