Samstag, 30. August

Veröffentlichung von n° vom 13.07.2006 in der Rubrik Schmerz.

 

Fahrradsturz

Euphorie. Ich bin betrunken. Ich schaffe alles. Wir sind wir. Ich kann alles. Ich bin nicht betrunken.

Ich kann das, und wie. Ich fahre los.
Wohaaa. Ab geht's. Und rechts rum.
Leg dich in die Kurve alter.

Ein Schild steht an der im Sommerlicht glühenden Kreuzung: "Halten verboten - Anlieger frei"

Ich möcht dran vorbei. Rasant.

Zu rasant.
Das rechte Ende meines Lenkers stößt gegen das Aluminiumrohr an dem das Schild mit einer Stahlklammer befestigt ist. Mein Fahrrad will nach rechts. Die Fliehkraft hat andere Dinge mit meinem Körper vor.

Ich fliege geradeaus über den quergestellten Lenker auf den Bürgersteig.

Keiner hat's gesehen.

 
Ihre Meinung ist gespeichert. Vielen Dank.
Rechts  Schild Rasant Betrunken Gesehen  Lenker
 

Kommentare zum Text "Fahrradsturz":

YX
schreibt am
13.07.2006 (10:44 Uhr)

hihi, na da hast du ja nochmal Schwein gehabt, sonst wär's unter Umständen peinlich geworden.
Na ja, zum Glück bist du allein wieder auf die Beine gekommen-:D


 
PA
schreibt am
13.07.2006 (11:03 Uhr)

Ich finde bei deinem Text hast du dich etwas zu stark an die offensichtliche Wirklichkeit gehalten. Mir fehlt die literarische oder experimentelle Verarbeitung des Themas.
Ansonsten ist es schön und klar geschrieben, wie wir es schon aus deinen weiteren Werken kennen.

@YX: Ziemlich blöd wenn es niemand sieht.

Bist du alleine wieder auf die Beine gekommen?


 
n°
schreibt am
13.07.2006 (12:50 Uhr)
Auf den Beinen

Ja, es gibt bald eine Fortsetzung . An diesem Tag bin ich nochmal mit dem Schrecken davongekommen.


 
سئ
schreibt am
13.07.2006 (19:08 Uhr)

exakt die ersten zwei zeilen finde ich wirklich gelungen. die danach folgende schilderung finde ich sehr fade geschrieben, klar kann man das durchaus nennen, schön finde ich's nich. da hat mir der ebenfalls sehr klare ton in "wiedersehen (1)" besser gefallen.


 
Hirnsuppe
schreibt am
13.07.2006 (19:52 Uhr)
wat soll's...

*räusper* na ja, ich glaube, dieser Text hätte in ein poetischeres Gewand gekleidet eher ungewollt komisch geschmeckt. Hätte zwar durchaus (dem Anspruch zur Genüge) ein Bisschen dramatischer geschrieben werden können, bleibt dennoch eine Banalität des Alltags und warum auch sollte so etwas keinen Raum für sich zur Dokumentierung in Anspruch nehmen dürfen?! Es kann ja nicht immer die Sonne scheinen und ausserdem ist das Leben manchmal halt wirklich wie besoffen mit dem Fahrrad aufe Fresse fallen (das steht hier jetzt mal für eine Metapher), is halt so, kennt ein jeder was von, hm-;)


 
CS
schreibt am
28.09.2006 (23:37 Uhr)

Find's gut, doch hätte ich einen anderen Titel gewählt, um mehr Spannung aufzubauen (der alte Trick, nicht alles in der Überschrift zu verraten). Vielleicht einfach kürzer: "Sturz"?


 

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