Samstag, 30. August

Veröffentlichung von me vom 22.01.2005 in der Rubrik Leben.

 

ich glaube daran!

ich nicht.
etwas lauert in uns allen,
ebenso instinktiv wie die angst vor weissen, unbeschriebenen blättern.
wie ein halbwaches tier windet sich der glaube in den tiefen unserer seele,
hungert nach hoffnung,
dürstet nach liebe,
nagt an den überresten unseres herzens,
wie an einer trockenen scheibe brot,die man aufhebt um sie irgendwann an tauben zu verfüttern.
wartet, wartet auf den ausbruch

 
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Wartet   Glaube   Blaettern   Unserer   Tiefen  Hungert
 

Kommentare zum Text "Ich glaube daran!":

dp
schreibt am
22.01.2005 (20:27 Uhr)
auch schön, aber...

vorallem den satz "wie eine trockene scheibe brot..." finde ich wunderbar!
allerdings der letzte satz, einfach nur da sitzen und warten das was passiert ist vielleicht nicht die lebensphilosophie die den "echten" ausbruch hervorruft. man kann neue eindrücke nur gewinnen wenn man sie selbst erlebt. ein gelesenes buch, ein gesehener film vermittelt einem zwar den eindruck, aber nichts geht über das gefühl dabei zu sein. die welt zu fühlen und zu erleben.


 
me
schreibt am
23.01.2005 (12:58 Uhr)
danke

hast schon irgendwie recht...war schon sehr hoffnungslos im schreibmoment, vielleicht ergibt man sich auch manchmal der resignation und wartet einfach auf die flut.
freut mich auch dabei zu sein, habe von aO den tip bekommen.
danke für die netten kommentare, fühlt sich gut an, sich mal auszutauschen.


 
sa
schreibt am
06.10.2006 (11:45 Uhr)

dank der Zufallsfunktion bin ich hier gelandet. Ich möchte Dir für diesen schönen Text danken. Habe gleich eine bescheuerte Frage: ist der Zeilensprung vor "tauben zu verfüttern" vorgesehen?
Ich mag mich gerade nicht von dieser Seite trennen, um nachzusehen, was Du sonst noch geschrieben hast, und ob ich schon was davon gelesen, womöglich kommentiert habe. Das mache ich aber gleich, wenn ich das hier fertig geschrieben habe.
Glaube, besonders im Sinne des doppeldeutigeren englischen Wortes "faith", das zugleich Vertrauen, sogar Treue heißt, beruht auf einer unterschwelligen Intuition, dass es mehr gibt, dass man zu mehr fähig ist, dass etwas "lauert", wie Du schreibst. Es ist ein Schritt weiter (auf der Gewissheitsskala, sozusagen) als Hoffnung und Voraussetzung für Liebe, die alles Gewisse wieder zunichte machen kann. Sehr bedrohlich.
Auf die Flut warten ist völlig in Ordnung.
Manfred


 
me
schreibt am
07.10.2006 (09:11 Uhr)
me

der zeilensprung ist nicht wichtig. ich habe den text vor einer ewigleit geschrieben und bin mir selbst nicht mehr sicher, ob er beabsichtigt war.
danke


 

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