Samstag, 30. August

Veröffentlichung von LK vom 16.01.2007 in der Rubrik Freiheit.

 

stumm

rauschender staßenlärm
schreiende möwen
und brüllende see
der wind trägt es heran

am rand der klippe steht
ein schatten in der sonne
blutrot versinkt der himmel
in der purpur samtigen see

auf dem tiefsten grund
den kein sonnenstrahl erreicht
fragt niemand nach einem wort
die see schweigt still


Luc

 
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Klippe Moewen Traegt   Schatten  Blutrot Versinkt
 

Kommentare zum Text "Stumm":

su
schreibt am
17.01.2007 (13:05 Uhr)

die bilder sind sehr schön, wenn ich auch beim lesen immer den tod vor augen habe. dass der straßenlärm nur kurz angerissen wird und nirgendwo wieder auftaucht, irritiert mich ein wenig.
anstatt komma würd ich einen gedankenstrich setzen in der letzten zeile, sonst sieht das so nach gewollt und nicht gekonnt aus, was das weglassen von satzzeichen betrifft.

die rechtschreibung:

- schreiEnde möWen
(möwe hab ich schon oft verkehrt gelesen auf papyros)
- purpur(n) ohne n.

gruß su


 
LK
schreibt am
17.01.2007 (23:00 Uhr)
öh

huch...

wird geändert...

und das satzzeichen sollte da eigentlich nich hin.


 
ßi
schreibt am
29.01.2007 (14:47 Uhr)
gefällt!

kann mich su, weitesgehend anschließen, ähnliche assoziationen hattich auch. gefällt insgesamt. (hab endlich mal zeit gefunden, meine gedanken auch mal auszuformulieren...)
doch nach dem ersten lesen, das doch ein wenig erkältet klang in meinen ohren, hab ich als großstadtkind einfach mal das positive daran genießen können: das ganze unter dem positiver belegten adjektiv-titel "ruhig" gelesen, und genossen. sehne mich schon länger nach dem nächsten natur-urlaub ohne den permanentem straßenlärm. und meine, das mag auch für dich eine rolle gespielt haben. wer weiß?

von den adjektiven her, klingt es alles ein wenig düster, da eben die benutzten adjektive aus anderen zusammenhängen negativ belastet sind, aber durch meine inhaltliche auslegung, wie bereits gesagt, schenkt es mir eine gewisse wärme.

die dritte schlüsselstrophe interpretier ich schlicht und erfreut im sinne von "man sieht nur mit dem herzen gut" - dazu braucht es keinen worte-straßen-märkte-lärm.

warme grüße!
miro

ps: vielleicht haste ja mal lust, auch einige meiner texte zu kommentiern..?


 
LK
schreibt am
29.01.2007 (15:42 Uhr)
kommentieren

=} ich finde deine interprätation sehr interessant.

und was die texte angeht, hab ich das nicht?

Luc


 
ßi
schreibt am
29.01.2007 (15:59 Uhr)

haste? echt?!
muss mal schaun!
;)


 
ßi
schreibt am
29.01.2007 (16:12 Uhr)

jetzt solltest du mir vielleicht nochmal erklärn, was du mit "und was die texte angeht, hab ich das nicht?" meinst! meine texte haste jedenfalls noch nich kommentiert, hab grad nachgeschaut - das war meine erste interpreataition von dem satz. was meinste dann?


 
LK
schreibt am
29.01.2007 (22:33 Uhr)
=}

ich hab doch nich alles im kopp. es war ja auch nur ne frage. selbstverständlich werd ich auch deine texte lesen und je nach gefühlslage kommentieren, das gehört sich doch so


 
NB
schreibt am
19.02.2012 (10:58 Uhr)
*


Mir kommt es so vor als dass die jeweils ersten Zeilen der Strophen den Sinn ergeben(wenn auch einen sehr düsteren) und der Rest ein großes, bewegtes Hintergrundbild ist. Da hatte ich auch gleich zwei Melodien im Sinn, besonders dann am Schluss...

glg


 
LK
schreibt am
20.02.2012 (10:56 Uhr)

Wie tief muss Wasser sein, damit kein Laut mehr auf den Grund dringt?

Bedauerlicherweise ist das Meer auch noch tief unten brüllend laut.
Es schreien Wale dir die Ohren voll, Schiffe hetzen von einem Weltende zum anderen, unzählige Menschen planschen an den seidigen Küsten, Seebeben erschüttern den Grund von Vulkanen nicht zu sprechen. Andauernd reißt die Erdkruste auf wie Baumrinde und von Kriegen auf See steht dabei noch nichts.

Lic


 

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