Veröffentlichung von CS vom 21.01.2009 in der Rubrik Liebe.
Letzte Änderung am 26.05.2010.
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Wahn Schneeleicht senkt sich das Flüstern aus tausendfach schwarzem Himmel hernieder. Er dreht seinen Kopf: Ist es hier? Oder dort? Gezügelt und zittrig wispert er die Frage in die Nacht: „Bist Du es, Geliebte?“ Angestrengt lässt er sich verwaisen, malt sie an und erstickt sein Leben. Aus ihrem Kopf ragen die zwei Teufel heraus. Ein sonderbarer Hut. Er streckt seine Hand aus ins Schattenschloss. Stumm singt sie betörend, bitter-süß ihren Sirenengesang. Er dringt vor, und sein einsames Wähnen gewinnt mehr und mehr. Sein weinerliches Wähnen kündet von der Einsamkeit, und er dringt vor. Das Pochen der Nacht. Das Rufhorn ertönt zur Schlacht. Ein letztes Gefecht, so gut wie verloren. Alles Blut – wofür? Das Pochen der Nacht. Das Pfeifen des Wüstensturms. Grabräuber und Leichenfledderei. Alles Gold – wofür? Das Pochen der Nacht. Das Sich-ein-Herz-fassen. Das Buch ist gestrandet, und die Füchsin thront würdevoll über Meer und Land. Ihr wachsen zwei Teufelsgesichter aus dem Kopf. Und er windet sich: Ist es hier? Oder dort? Schneeleicht senkt sich das Flüstern aus tausendfach schwarzem Himmel hernieder.
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