Wo was los
Bist nun, ach, so vieles los. Geworden nichts und dennoch weiter. Im Schummerlicht man trifft sich so. Die alten Gesellen bechern, die Weiber Härteres. Mann steht auf Frau und umgekehrt. In Tropenkneipen Mann auf Mann und in den hintren Winkeln Frau auf Frau. Doch tut sich nichts und abermals. Im schattigen Glück des Alkohols steckt die Tücke nunmal. Grenzüberschreitung, Stumpfsinn, bis hin zum „auf's Maul“. Ach, so verführerisch beginnt es und, ach, so verloren endet's. Doch liebevoll das Schwellen der Wallung und die sanfte Entleerung – der Sinn, der Zweck, der Nutzen – wie schnell dies alles weg. Das stille Stoßgebet den Rachen runter; all Übel fort, den Schmerzen trotzen. Bist nun, ach, so vieles los. Gesprochen kaum und dennoch heiter. Kannst stehen nimmer. Doch immer – und du weißt das innerlich – heißt's schreiten nun. Fortan der Morgen ist noch jung und voll der Kälte Frische. Hast keinen zum Anlehnen, der Schritt dafür ist halb so langsam. Rechts um, die Augen links – wohin man auch sieht – die tapfere Arbeiterklasse. Ach, solch verdammte Schicksale. Aber eben auch, ach, so vernunftgemäße Erfüllung. |