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Eine gute Zeit
Der Abschnitt seines Lebens, den er einfach „eine gute Zeit“ nannte, lief mit filmhafter Perfektion ab. Der Abschnitt erinnerte wirklich eher an eine Massenfilmproduktion, hatte nicht die Schwere eines Theaterstückes und auch nicht das Direkte einer Kabarettvorstellung. Er aber erkannte sich nicht weiter wie in anderen Phasen seines Lebens als Schauspieler mit tragischer Rolle, sondern als Teil eines großen Publikums, die Perfektion der Vorführung bewundernd. Das brachte ihm einen Abstand zu seinem Leben, den er in vergangenen Rollenspielereien sehr ersehnt hatte. Es fehlte aber auch die Nähe zum Stück, zu seinem Leben. „Diese gute Zeit hat einen Haken“, teilte er sich selbst mit. „Sie ist zwar schön, doch kann ich sie nicht festhalten und im wortwörtlichen Sinne nicht begreifen!“ Eine schlechte Zeit Von allen vorstellbaren Wirrungen umgeben und auf ein unbekanntes Etwas zutrudelnd dessen weitere Steigerung der Unbehaglichkeit sich bereits im weiten Voraus abzeichnete konnte er kaum noch solche Beschreibungen seiner Lage abgeben wie ein abschwächendes: „Es ist wohl eine schlechte Zeit, die ich nun durchlebe.“ Alles griff nach ihm – er hingegen griff ins Leere, ins schwarze Nichts. Doch der Wille nach Seligkeit in solch einer Situation, in solch einer Enge ließ in ihm immer wieder eine vorerst unangenehme Hoffnung, einen zwanghaften Optimismus keimen. Diesen hätte er gerne erstickt, war es schließlich eine ernsthaft schlechte Zeit für ihn. Aber wie er sich auch grämen mochte und dies auch wollte, das Konstrukt des Schlechten wurde stets durchbrochen. „Ich sehe kein Licht am Ende des Tunnels“, dachte er wie so oft. Doch weiter: „Aber ich ahne, dass ich es bald sehen werde.“ |