Veröffentlichung von CS vom 26.04.2011 in der Rubrik Freiheit.
Letzte Änderung am 27.04.2011.
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Wir sind der Frühling, wir sind der Sommer Ich will draußen sein! Im Frühling, im Sommerschein, bis die Drachen steigen und wir wieder in der Stube dröge sind. Ich will dem Regen trotzen. Verschönt er nicht? Jeder Strahl will aufgesogen sein. Die flimmernden Farben von halbschattigen Bäumen aus werde ich bestaunen, vom Morgentau bis in die Abendröte. Ich werde Blumen zählen, bis ich keine Zahl mehr kenne, werde sie lesen, statt schnödem Papier. Des nachts werd ich in Wäldern hausen und mit Tieren schwirren, jaulen, reden. Ich werde im Höhengras schwimmen auf jeder mir bekannten Lichtung. Fühl die Kräfte jedes Halms und jedes Stamms. Streichel glänzend glatte Krötenhaut. Der Tag birgt Licht, die Nächte offenbaren Liebesklänge. Ich werde Libellen küssen! Bäche werden mich verzaubern mit schimmerndem Wiederschein von Sonne und Mond. Efeu ziert mein Haupt und euch werd ich künden, die ihr euch nicht frei macht. Seht doch nur wie die Löwenzahnsamen dahin schweifen! Seht und folget ihnen! Wehet wie Wind – so sorglos sollt ihr sein.
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