Wenn Licht nur Fahlheit zeigtWenn Licht nur Fahlheit zeigt und Kälte einen durchreibt, wenn Ferne Nähe ist, vertraut wie nie zuvor, wenn andere besitzen, man selbst nur Kahles, Wüstes pflegt, ist Sonderbares zu entdecken. Da schiebt einer sein Fahrrad in den Vorraum der Bank, er will Geld abheben und gleichzeitig will er den Sattel seines Rads trocken halten, es regnet doch draußen. Als sich die automatischen Schiebetüren wieder öffnen, hört er eine Durchsage. In ihren Autos, die hier an der Kreuzung stehen, sitzen welche, die ihr Radio voll aufgedreht haben; alle hören einen Nachrichtensender. Dann fährt nochjemand mit seinem kaputten Fahrrad vorbei. Dieser tritt mit nur einem Bein das eine, übrig gebliebene Pedal geschickt und trotzdem sieht es blöd aus.Illustration von Robby Rob und den Robben
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Also, der erste Satz rockt richtig rein und dann folgt eine so simple Aneinanderreihung von alltäglichen Lapalien, dass es einem ein recht köstliches Vergnügen bereitet, den Text zuende zu lesen. Gefällt mir, wie sich hier eins aus dem anderen zu ergeben scheint. Am Anfang erwartet man geradezu einen dramatischen Text, doch am Ende muss man unwillkürlich lachen, weil der Vorstellung um das beschrieben Bild einfach eine unabsprechliche Komik innwohnt. Ist ganz gut geworden-:)
Puh! Dann ist das Experiment ja geglückt - bei dir zumindest. Genauso war's gedacht. Das freut mich natürlich.
Will dazu auch noch für die Kommentar-Vorab-Leser sagen, dass der Stilbruch beabsichtigt ist!
hmm, ich finds nicht so doll muss ich sagen. hätte vielleicht doch eher was gelesen das richtig "rockt".
das ist irgendwie erzählte situationskomik - das kommt bei mir irgendwie grad nicht so gut an.
mir gefällts! Ich finde Situationskomik gut und du hast sie auf eine angenehme Weise eingfangen. Vielleicht könntest du das überflüssige "doch" aus dem Ende des zweiten Satzes entfernen - solche Worte stören.
Genau wie das "noch" aus "nochjemand" im vorletzten Satz.
Aber das ist vielleicht auch etwas Kleinlich, danke für den netten Text!
Danke, auch wenn f1 berechtigte Zweifel äußert.
Hatte mir schon gedacht, dass so ein Text nicht auf ungespaltene Zustimmung stoßen kann.
Ich will meinen Ansatz nochmal ausführlicher beschreiben: Erst sollte wirklich etwas (um in eurem Jargon zu bleiben) Rockiges kommen, was dann in eine vielleicht unübliche Situationsbeschreibung, die aber nicht fantastisch sein sollte, überleitet. Damit wollte ich eigentlich zwei Erzählstile gegenüber setzen. Dass das ganze "blöd aussieht", sollte am Ende den Text selbst beurteilen. Ein kleines Experiment einfach.
an dp: Ich bitte um genauere Erklärung für das Störende bei dem "doch" und dem "noch". Ich hätte gedacht, es würde eine gewisse Nähe zum Text fabrizieren, weil das (in meinen Ohren) so klingt, als würde es jemand sagen. Sag mir bitte ehrlich, falls das totaler Mist ist und ich falsch liege. Da hab ich sicher eine gewisse Unsicherheit [Wortspiel-Alarm]...
ich kann nicht glauben, dass diese beiden "abschnitte" zufällig und total sinnlos voneinander getrennt in einem text stehen. ich nur, würde den ersten satz als letzten setzen. dann würde man zumindest denken, man könne eine steigerung erkennen oder ein fazit ziehen...man würde dem ersten, derzeit letzten, "abschnitt" eventuell mehr anerkennung schenken und ihn nicht als sinnloses anhängsel abtun.
du schriebst, du wolltest experimentieren, womit? was sollte das ergebnis des ganzen sein? nur ein schreibstil? gruß dk