Unbeholfen lachen wir dem Tod entgegenEs war schon etwas tragisch, wie der Angestellte des - im Bezug auf Qualität und Lieferzeit - mittelmäßigen Pizzadienstes zu spät kam, um dem Gehängten, der an einem qualvoll schlecht gemachten Knoten baumelte, seine Henkersmahlzeit zu liefern. Und so wurde die Pizza nur eine Mahlzeit für den grässlich lachenden Henker, der für das grausame Werk somit auch noch belohnt werden sollte.
http://www.papyros.org/cs/tankstelle.html |
das deutsche Arbeitsrecht regelt das Recht der Arbeitnehmer, der "abhängig beschäftigten". (Das Recht der Arbeitgeber besteht lediglich darin, bestimmen zu dürfen, was mit ihrem Eigentum geschieht.) Der Unterschied zwischen Arbeiter und Angestellten besteht wesentlich darin, dass Angestellte mit abstrakteren Aufgaben betraut werden, die sie dann eigenständiger erledigen als entsprechende Arbeiter. Sie sind Delegierte. Dieser Unterschied schwindet allerdings zunehmend; die Tarifverträge werden einander immer ähnlicher.
Die Macht der Arbeitgeber steigt mit der Verknappung der zu verteilenden Aufgaben, da die um Abhängigkeit bemühten sich -- zu seinen Gunsten -- Konkurrenz machen. Verknappung vorzutäuschen gehört zu den wesentlichen Strategien bei Tarifverhandlungen.
Es sollte doch genug Tod für alle geben, denke ich oft. Aber man täuscht uns das Gegenteil vor: wenn das Vertragsende nicht im Lebensvertrag mitgeregelt ist, ist der Tod ein Vertragsbruch. Ungern gesehen.
Das in den Klammern würde ich -- eher zwischen Gedankenstrichen -- vors "mittelmäßigen" setzen.
Und wichtiger: wer bezahlt die Pizza?
Die Pizza bezahlt der Gehängte ist doch klar! Oder? Ich wollt's noch in den Text einfügen, hab's dann aber gelassen.
Der Tipp mit den Gedankenstrichen ist gut, ich werde ihn gleich umsetzen. Danke!
Ach so, das mit dem Arbeitsrecht leuchtet mir auch ein. Ich wollte ja auch eine Querverbindung herstellen zu meinem alten Text "Tankstelle". Ich hab das über die Matches versucht, vielleicht sollte ich aber gleich noch einen Link drunter setzten. Mal sehn...