Traum am AbendEin Wahrnehmungsraum genannt Tagestraum. Wie sie Schwingen bekamen, die Bedeutungen! So flüsterte man mir ein, ich sei elternlos einsam. Ich ging einem alten Ehepaar hinterher, holte es ein. Sie war Witwe. Das pulsierte in meinem Kopf. Ich küsste sie, küsste des Todes Süße. Leichterdings überholte ich das Paar endlich. Eine sich, scheint’s unendlich, auftürmende Abendwolke ist unerklimmbar über mir. Stumm sitze ich in einer Plauderrunde. Schwere und Einsamkeit weht mir, dem Kühnen, zart ins Gesicht. Weite und Befreiung weht mir, dem Träumer, entgegen. Am zerbrochenen Glase nippe ich, schneide mir die Lippen wund und blutig. Fahle Gesichter, Magier und Hexen begleiten mich zum Wunderheiler. Während er mit Heilsprüchen meine Genesung herbeiführt, erlischt die gebirgige Abendwolke.Ein Wahrnehmungsraum genannt Lebenstraum. Illustration von Robby Rob und den Robben |