Schrei in der Nacht
Krankheit sickert durch meine Adern. Verhaltenes Lächeln. Schatten in der Nacht. Abholzung. Karges Seelenland. Ich bin mir selber unbekannt. Trockene Tränen. Ein Lufthauch. Gewaltsames Denken. Kühle. Düfte verrauchten. Ein goldenes Reich versank in einer stinkenden Flut. Mein eigenes Vermächtnis, mir ungewollt. Wütendes Aufblicken und immer wieder die, mir selbst eingeredete, ja eingeschriene, Hoffnung. Halt’ mich fest! Ganz fest. Ungehörter Todesschrei. Verrottender Kadaver geistiger Flucht. Dann wieder ein Aufblitzen der alten Gefühlswelt, vage, viel zu vage. Demütiges Lächeln. Schrei in der Nacht. |