ohne Überschrift (Bombe)
Nicht schlecht, Herr Specht, sondern gut, Herr Specht, bekam man allenseitens zu hören. Jeder gewählte Schritt, jedes sorgfältig vollzogene Machen und Tun wurde mit, von Staunen und Freude gefüllten, Augen gewürdigt, ja sogar sehnlichst begrüßt und bisweilen sogar beklatscht und sorgenentleert und liebevoll mit achtenden Ausrufen und beglückenden Bekundungen bedacht. Jeder ging seines fleißigen Weges und wusste doch, die Taten der anderen und ihren, nicht weniger ausgeprägten, Fleiß und ihr Können mit, nicht weniger mit Wichtigkeit und Verantwortung dem anderen gegenüber erfülltem, Blick und herzensfrohem Beifall zu achten. Freude! Schaffen! Freude! |
moin cs, ich muss kurz mal nachfragen: beginnt der text hier mit der angeblich schon immer missverstandenen redensart: nicht schlecht HERR specht?
haben hier letztens gerade hart gelacht über: stockschwerenot, einmannstraße, torschusspanik, scheiplattenspieler und andere worte, die man aufschnappte als man klein war, den sinn aber nicht verstand und heute immernoch falsch sagt.
den überschriftentitel (bombe) kapiere ich nicht. oder ist das die alternative?
der text liest sich ab und an schwer durch grammatikalische fehler und nicht enden wollende satzkonstruktionen.
ich weiß nicht, was ich von solch einem "zweiteweltkriegsmärchen" im wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute-erzählstil ohne jeglichen widerstand im text halten soll. und ihr anderen so?
Grüß Gott, CS. Hallo, dk.
Mir geht es ähnlich. Besonders der zweite Absatz hinterlässt kaum Spuren in meinem Hirn. Er ist sehr schwer nachzuvollziehen, und mindestens grammatisch fehlerhaft.
Ich selbst setze mich gerne an solche Mammutsätze und feile dran, bis sie funktionieren; ich verstehe also den Reiz.
Hier fehlt bestimmt noch etwas "Sitzen", damit es für den Lesenden auch rezvoll wird. Hier und da fehlt ein Komma, dass den Lesefluss lenkt.
Ich kenne das auch als "Nicht schlecht, Herr Specht."
Die Bombe sehe ich als Allegorie für Kulte aller Art. Der Vorgang, der beschrieben wird entspräche der Entstehung eines Dogmas.
Hi dk, hi ja!
Zu Punkt 1:
Ja, es sollte wohl eher heißen "Herr Specht", aber bei dieser seltsamen Einleitung zu einer recht seltsamen (v.a. seltsam lang geratenen) Übung, die auch schon etwas älter ist, die ich aber neulich wieder durchgelesen habe und lustig fand, also bei so einer seltsamen Einleitung ist das eh recht egal. Und wenn Dich das echt so stört, dk, dann kann man das ganze auch weglassen oder mit "Herr" schreiben. Alt, Herr Schalter.
Übrigens: Ich hab als Kind am liebsten "lämlich" statt "nämlich" gesagt. Das aber nur am Rande.
Zweitens:
Der Text sollte wirklich keine Überschrift tragen. "Bombe" ist also nur eine Hilfe zur Identifizierung, ich hätte auch "der Specht" schreiben können.
Drittens:
Es war beim Schreiben wirklich eher an eine Parabel auf die Kunst als solches gedacht, weniger als eine auf das Thema Krieg und Frieden. Mit Deiner Interpretation, ja, die Bombe als "Kult" aufzufassen, kann ich mich einverstehen. Ich würde den Erschaffer der Bombe einfach als Trendsetter bezeichnen, als eine Art Guru, auf den sich alle so sehr versteifen, bis es kippt und bricht.
Schön, das ihr den Text überhaupt gelesen habt und danke.
"Alt, Herr Schalter." der geht an dich!
wenn das alles recht egal ist, frag ich mich, warum wir hier kommentieren :(
auf die kriegsverbindung bin ich gekommen durch: "Freude! Schaffen! Freude!" das mutet schwer an. gen ende benennst du "Krieg". desweiteren werden werke der künstler vernichtet, die nicht in die ideologie passen. ich weiß nicht, was das mit trendsetter zu tun hat.
Vorab, dk: Nicht alles ist absolut egal - ich freue mich sehr über Kommentare und finde sie auch sinnvoll, sonst würde ich wohl kaum bei Papyros etwas hochladen. Und im gleichen Maße kann nicht alles gleichbedeutend wichtig sein. Jedesmal, wenn ich etwas lese oder schreibe, gefällt mir die eine Formulierung mehr, die andere weniger. Das, denke ich, ist ganz normal. Gerade deswegen ist aber ein Feedback bei Papyros, ein Austausch über das Wirken von Texten so von Bedeutung. Das also ist bestimmt nicht egal!
Dich stört die Einleitung doch so sehr. Na gut, mir soll es recht sein und es wird abgeändert in "Herr Specht". Obwohl ich natürlich auch behaupten könnte, es würde sich in irgendeiner Form um eine künstlerische Abbildung eines Spechts handeln, dann wäre ein "DER Specht" auch erlaubt (ich bräuchte vielleicht lediglich nochmal zwei Anführunszeichen). Aber es ist kommt mir im Text wirklich nicht so sehr auf die Specht-Formulierung an.
Das Wort "Krieg" taucht nur in der alternativen Kurzfassung auf (die beim "*" abbricht) und ist lediglich eine Vermutung des Leiters der Expeditionsgruppe. Hast Du so starke Einwände gegen die Benutzung dieses Wortes als Match?
Und zur Vernichtung der Kunstwerke: Man könnte es auch als ein "in Vergessenheit geraten" schreiben, das wäre mir aber deutlich zu schwach in Szene gesetzt. Und ich stelle mir die Frage, ob es sich bei dem ganzen beschriebenen Vorgang wirklich schon um die Durchsetzung einer Ideologie handelt. Man könnte es höchstens überspitzt so bezeichnen. Dann könnte die Message hineindeutet werden, dass sich Künstler frei machen sollten von ideologischem Denken. So hochgefasst ist der Text aber nicht. Vielmehr stellt der Text eine simple Monotonie des Handelns der hier beschriebenen Künstler dar. Die, wie ich meine, schon schlimm genug ist!
nein nein, herr specht stört mich nicht. mich stört nichts außer grammatikalische oder rechtschreibfehler. ich habe hier lediglich meine eindrücke geschildert, die sich durch deine erläuterungen nicht abwenden lassen. beste grüße dk.