Veröffentlichung von CS vom 16.04.2010 in der Rubrik Leben.
Letzte Änderung am 26.05.2010.
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Nachtdenken Alles ruhig zur Nachtstunde. Ich schweige und doch spreche ich. Alles schweigt, ich spreche zur Nacht. Ich höre mich und wie die Nacht mich flüsternd einweiht. Wir künden uns. Wir sind bald eins. Alles schwarz und doch ein Funkeln. Die Stadt im Tal, der Fluss scheint Teer. Alles finster, ich spreche zum Fluss. Ich höre mich und wie der Fluss mich untersäuselt. Die Mondscheibe flackert übers Wasser. Mond und Fluss sind eins. Nachts nachdenken – der Nacht nach denken. Du solltest ihr zuhören. Du darfst sie nicht kränken. Die Nacht heilt dir die Wunde. Du bist stumm und dennoch hör ich dich. Die Nacht an deiner Seite wacht. Ich sehe dich und wie die Nacht dein Kleid. Wir sehen uns. Wir sind bald eins. Verästelung vor Mondeslicht. 
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