Es klingelt – aber es klingelt nicht
Ich muss gestehen, ich kann sprachlich nicht zum Ausdruck bringen, was ich meine – wieviel du mir bedeutest. Trotzdem drücke ich den Knopf mit dem grünen Hörersymbol. Immer bin ich so aufgeregt vorm Wählen. Dich habe ich eingespeichert. Ich hoffe, du hebst ab. Manchmal bräuchte man echt Nerven wie Drahtseile – ich hingegen hab einen Schaden vom Hängen am seidnen Faden. Du bist der Schlüssel für mein Schloss. Nimm mich bitte vom Galgen ab. Für dich bin ich nur Luft, doch du scheinst mich dennoch nicht zu brauchen. Wie oft schmecken die Zigaretten nach dir? Ich schaue auf das farblose Glas mit farblosem Inhalt und dabei spielt es schon garkeine Rolle mehr, wie hoch der Füllstand, oder dass Wasser eigentlich allzu kostbar ist. Soviel Werbung und du arbeitest so hart und fleißig. Und ich? Habe kein Geld. Bedürftiger bin ich und Angebote gibt’s für mich kaum. Mit dir, zu zweit, verfliegt die Zeit. Halb so groß, auf Knien, schleppe ich mich träge bis zur nächsten Audienz. Kein Abheben. Keine Reaktion. Kein Rückruf. Ich verfalle in tiefe Traurigkeit bis hin zur Ich-Auflösung. Kalter Kaffee scheint meine Liebe zu sein. |
gar nicht so anklagend, wie es verletzt anklingt.