Die BusfahrtFrau Simmert, die stets im Einklang mit ihrer Welt war; wusste was falsch, was richtig war und nie mit Sachen konfrontiert war, die sie nicht wenigstens so gut verstand und begriff, dass sie für sie nicht wie ein Wunder wirkten, sollte eines morgens eine eigentümliche Erfahrung machen. Es war noch neblig, als sie den Weg zur Arbeit ging. Still, friedlich und kalt war der frühe Tag. Und so kam es ihr vor, als würden die Träume der Nacht noch anhalten, während sie durch ihre Siedlung ging. Am Rand der Siedlung war ein kleines Bushäuschen und dort wartete sie. Es war noch niemand dort, und wie Frau Simmert ihren Träumen nachhing, fiel ihr das garnicht auf. |
...den ganzen Text hindurch.
Ein kurzer Grusel am Morgen.
Und bis - aus meiner Sicht - auf zwei Kleinigkeiten, perfekt geschrieben. Darf ich?
Die angedeutete wörtliche Rede würde ich entweder deutlich machen, dadurch, dass sie "Jetzt ist auch noch der Bus weg" tatsächlich sagt ( dann passte das "doch nie verlor sie mehr ein Wort..."dazu.). Oder den gedachten Satz weiter auktorial, also vom allwissenden Erzähler, berichten lassen. Das "mehr" im letzten Satz, würde ich dann streichen.
So, ich fahr jetzt mit dem Rad durch den Regen....hoffentlich ist jemand draußen...uahh...
WUNDERvoller Text.
lg von der la
Vielen Dank!
Ich werde mir die Anregungen nochmal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Jetzt wird aber erstmal sylvestert.
Ach so, ich sehe die Schwachstelle im Text eher im "schnaufen", "zischen" und "Schnauben" vom Bus beim Halten. Das klingt irgendwie zu lokomotivhaft an. Vielleicht fällt einer/einem hier noch eine lautmalerisch bessere Lösung ein.
...ich würde weiter schnaufen, zischen, schnauben lassen, weil es das Eigenleben des Busses unterstreicht...ähnlich einem Tier...an Lok habe ich nicht gedacht beim Lesen.
Find ihn immer noch gruselig, den Text...