Der Seele SturzDie Seele wächst heran Die Seele träumte noch Kindisches, aber sie wollte auch schon die Spiele der Großen spielen. Man wollte ihr das nicht verwehren. Mutproben waren, eine kleine Leiter bis ganz oben zu erklettern, Hügel hinunterjagen, so schnell man konnte und ohne zu stürzen und in Sümpfen zu tauchen. Stolz war die Seele, als sie all das geschafft hatte und die Träumerein der Kindheit abklangen. Aber ihre Arme und Beine fühlten sich nach jeder Probe schwerer an. Daher zog sie sich stets schnell zurück nach gezeigtem Mut und stimmte wieder Kinderlieder an.
Die Seele kommt zur Armee Als die Seele alt genug war und man dachte man könnte ihr etwas zumuten, da schickte man sie zur Armee. Freudig war sie, wenn auch vorerst unterster Soldat. Sie würden gemeinsam Übungen abhalten, Täler durchstreifen, Berge erklimmen und Hindernisse überwinden. Gefahren sah sie keine. Strafen würde sie mutig ertragen, sollte sie überhaupt etwas Falsches tun. Derart freudig war sie und stark war ihr Glaube. In der ersten Woche erhielt man schon die Uniform und da sie ihre Haare zu lang hatte, so schor man sie.
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Das ist schon ein recht eigenwilliger Stil, aber mir gefällt er irgendwie, das ist schon ein ganz schöner Freak-Zoom, der einen sogar erst ein Bisschen verwirrt, dann aber letztlich keine Fragen offen lässt; der Text hat eine ziemlich durchschaubare Struktur, das macht ihn jedoch zum Glück nicht langweilig. Für das Aufteilen in drei "Akte" hätte man sich allerdings auch etwas anderes einfallen lassen können; ist nur meine Meinung, durch diese "Zerhackstückelung" wirkt es auf einen Haps gelesen etwas zu "sporadisch" verfasst...du weisst schon, wie-;)
Das stimmt ja auch: Erst war das Gedicht da, dann kamen für die erste Zeile die zwei Prosa-Texte dazu. Das ganze ist direkt am Computer entstanden. Sonst schreibe ich normalerweise erst in meinen abgegriffenen Collegeblock handschriftlich vor. Daher vielleicht der "recht eigenwillige Stil". Ist nunmal eine ganz andere Atmosphäre vorm grellen Schirm.
Freak-Zoom hört sich gut an als Ergebnis. Aber was genau meinst du denn damit?
Ich meine damit diesen obskuren Übergang von der Prosa in die Dichtúng der Gereimtheiten. Das ist irgendwie ganz schön freaky, finde ich zumindest. Man rechnet nicht mit diesem Wandel und ist dann erstmal ein Bisschen verwirrt, weil man sich beim anfänglichen Lesen erst auf den einen, dann plötzlich auf den nächsten Stil konzentrieren muss. Das hat mir gefallen, das hebt sich hervor-:)
Du hättest allerdings auch auf die beiden einleitenden Akte verzichten können, ohne auf sie verzichten zu müssen, indem du sie abgewandelt dem letzteren zugefügt hättest, so dass daraus eine nicht in sich selbst gespaltene Einheit entstanden wäre...wie gesagt - ist nur meine Meinung.
Vielen Dank, XY.
Sehr gut, dass du die Unterteilung in drei Akte verwirrend findest. Das macht es doch noch freakier, oder?
Daher werde ich die Dreiteilung auch so lassen.