Veröffentlichung von CS vom 09.12.2010 in der Rubrik Vision.
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Der Ritt des Harlequin Das ist der Klang des Gedankenkrieges, ein schmerzlich süßlicher Duft, das als einzige innige Berührung der Zwittertochter der Götter – verstoßen. Kein Strom mehr – mehr Wildheit! Lasset uns beten, jeden hier „Gott“ genannten treten: Zerquetschet und zermürbet uns mit euren Pestiziden, Fungiziden, eurem luziden Irrtum. Zerrt uns tief hinab in euren Erdball in hitzig glühende, höllische Finsternis. Den Fährmann des Styx zahlen wir überschwänglich mit unseren dutzenden von Himmelsunzen. An den Kanälen der Gehirne erwächst der siebenfache Horror, sechsfach schöner anzusehn als jedwede irdisch schönste Blüte. Faulend, die dargebrachten Opfergaben, sie bluten frisch. Eine brandneue Wiederholung, zurück in den güldenen Käfig, dessen Farbe abplatzt und die Schwärze der Zeit offenbart sich. Der Harlequin reitet sein schwarzes Pferd zur Quelle des Entweder-Oders. Es duftet nach süßem Schmerz, bei der Berührung des geisterlich durchwirkten Wassers. Jetzt kann er denken, jetzt kann er fühlen, was zu keiner Zeit jemand konnte: Ein Schmerz, der nicht weh tut.
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