Auf der Flucht
Die staubige Landstaße zog sich ungemein weit durch die hochsommerliche, ausgedörrte Hitzelandschaft. Meine Füße glühten auf dem scheinbar bald zu schmelzen anfangenden Asphalt. Ich war wohl der einzige Irre, der hier zur feurigsten Mittagszeit seinen Weg durch die trockenen Büsche machte. Das Licht schmerzte, die Luft brannte. In meiner Feldflasche waren nur noch wenige Schlücke Wasser. Wasser, das kochte und nach Staub roch. Ich hatte keinen Schatten und ich konnte das brodelnde Blut in meinem Kopf fast schon auf meiner reibenden, pelzigen Zunge schmecken. Bis zur nächsten Stadt, die hinter der Grenze lag, zu den nächsten Häusern und schattigen Bäumen war es zwar nicht mehr weit, doch war ich schon zu frühster Morgenstunde zu meinem Marsch aufgebrochen und schon nach kurzer Zeit war es unglaublich heiß geworden. Seit längerem schleppte ich mich nur träge, Schritt für Schritt, voran.
Ich bin ein Wahnsinniger und hörte Sirenen hinter mir. |